Eine starke Stützpunktwehr bürgt für den Schutz der Mitbürger
Freiwillige Feuerwehren sind Garanten für die Sicherheit der Bevölkerung und darüber hinaus Kulturträger in ihren Ortschaften. Das ist nicht nur in Dörfern so, auch Stützpunktwehren bieten neben einer sehr guten Fachausbildung ein umfangreiches und attraktives Rahmenprogramm für Mitglieder, Freunde und junge Leute an. Bestes Beispiel dafür ist die FFW Helmbrechts mit ihren insgesamt 361 Mitgliedern, davon 87 Dienstleistende, darunter wiederum 15 Jugendliche. Mit der Zahl der Aktiven liegt die Truppe derzeit auf Platz zwei im Landkreis Hof, doch möchte man sich gerne die Spitzenposition zurückerobern. Punkten kann die Gemeinschaft mit der gelebten Kameradschaft, einer guten Ausbildung und der Freude an der ehrenamtlichen Tätigkeiten, mit der zudem für die Einwohner ein hohes Maß an Schutz gewährleistet wird.
Ein beredtes Zeugnis von der aufopferungsvollen Tätigkeit der Wehr und ihr abwechslungsreiches Vereinsleben lieferte die Hauptversammlung im Bürgersaal.
Vorsitzender Benjamin Haller erinnerte in seinem Rechenschaftsbericht an viele sowohl interne als auch externe gesellschaftliche Aktivitäten im Jahr 2025. U.a. veranstaltete man neben dem beliebten Hallenfest, einen Kinderfasching, Dartturniere, Kameradschaftsabende, einen Kinderfasching, Rentnerstammtische und vieles mehr. Ein Höhepunkt war der Kärwatanz mit Gästen aus der Helmbrechtser Partnerstadt Mions. Bei Besuchen und Gegenbesuchen der französischen Freunde legte man das Fundament für ein nachhaltiges kameradschaftliches Miteinander. Außerdem besuchten die Wehrleute Feste befreundeter Vereine und beteiligten sich an Breitensportevents.
Den dienstlichen Belangen widmete sich anschließend Kommandant Markus Richter. Er listete in seinem ausführlichen Vortrag 153 Einsätze im letzten Jahr auf und damit vier mehr als 2024. Unterrichte, Übungen und Weiterbildungen waren fester Bestandteil des Dienstplans. Insgesamt leisteten die ehrenamtlichen Wehrleute 12 994 Stunden, wobei dies nur die registrierte Zahl ist, insgesamt investierten sie durchaus mehr Zeitaufwand. Der Redner ging auf einzelne Projekte wie die Brandschutzerziehung, die Arbeiten in der zentralen Schlauchpflegestelle und Reinigung der Schutzkleidung für Wehren des gesamten Stadtgebiets ein und erwähnte auch die erstmals in Helmbrechts durchgeführte Realbrandausbildung mit einem Übungscontainer. Einen guten Ruf haben sich die Stairrunner erworben, die wieder in ganz Deutschland an Wettbewerben teilgenommen haben. Der Dank des Kommandanten galt allen, die sich für das gute Funktionieren der Wehr einsetzen und dafür ihre Freizeit opfern. Dabei lobte er auch die gute Zusammenarbeit mit den Ortswehren.
Markus Richter hofft weiterhin auf finanzielle Unterstützung durch die Kommune, um die Technik der Wehr weiter zu verbessern. Für eine 2030 fällige notwendige Ersatzbeschaffung eines Fahrzeugs habe man bereits einen Antrag gestellt. Durch die wachsenden Aufgaben der Wehr muss nahezu ständig die Ausrüstung erweitert werden, daher sollten sich die Verantwortlichen der Stadt Gedanken zur Erweiterung und ebenso zu einer Generalsanierung des Gerätehauses machen. Weiter legte Richter der Stadt nahe, einen hauptamtlichen Gerätewart einzustellen. Ausdrücklich lobte er das gute Verhältnis zwischen Bürgermeister, Stadtrat und Wehr und zeigte sich überzeugt, dass dies auch weiterhin Bestand hat. Man war in der Vergangenheit zwar nicht immer gleicher Meinung, fand aber jeweils zufriedenstellende Lösungen. Dies sie auch ein Verdienst der Feuerwehrreferenten und des Bürgermeisters. Stefan Pöhlmann durfte daher am Ende seiner Amtszeit eine ganz besondere Auszeichnung entgegennehmen. Die FFW Helmbrechts ernannte ihn zum Ehrenmitglied, diesen Titel erhielten vor ihm nur Manfred Mutterer und Reiner Hoffmann. Eine zusätzliche Würdigung für das scheidende Stadtoberhaupt erfolgte durch Kreisbrandrat Marco Kolbinger, der Pöhlmann die Bayerische Feuerwehrehrenmedaille überreichte.
Nach diesem Tagesordnungspunkt folgten weitere Berichte. Jugendwart Christian Pfeil ging auf die erfolgreiche Nachwuchsarbeit ein, die durch den Kreissieg einer Gruppe beim Leistungsmarsch Bestätigung fand. Im anschließenden Bezirkswettbewerb erreichte die Mannschaft Platz 12 von 39 angetretenen Teams. Für einen verdienten Mitarbeiter in der Nachwuchsarbeit gab es dann für sein über zehnjähriges Engagement eine Ehrung. Kreisbrandmeister Florian Strobel händigte Dominik Böhm die Ehrennadel des Bezirksjugendfeuerwehrverbandes aus.
Die Aktivitäten der Firekids, also der Kinderfeuerwehr, beleuchtete Patric Zakrawacz Hier wurden im letzten Jahr 43 Kinder spielerisch an Feuerwehraufgaben herangeführt, wobei der Spaß immer im Vordergrund stand. Ein besonderer Dank galt Hauptsponsor Hans Sell, für den es auch ein eigens angefertigtes Geschenk in Form eines Shirts gab.
Dominik Böhm trug schließlich den Kassenbericht vor, dabei bedankte er sich bei den Spendern, die Anschaffungen möglich gemacht haben, die nicht von städtischer oder staatlicher Seite bezuschusst werden. Der Verein stellte zudem der der Mannschaft einen Betrag aus dem Hallenfesterlös zur Verfügung, der für den Kauf eines Großtierrettungsgeschirr für die Drehleiter Verwendung fand.
Die Kassenprüfer Christian Hain und Gerd Schüttler bescheinigten dem Schatzmeister ausgezeichnete Arbeit, die beiden Revisoren wurden anschließend für weitere zwei Jahre wiedergewählt.
Schließlich nahm Kommandant Markus Richter Beförderungen vor:
Feuerwehranwärter:
– Maximilian Kraft
– Dominik Kühnberger
– Finn-Luca Ott
– Thomas Werner
– Lukas Reikanhas
Feuerwehrmann / -frau
– Vilisa Shteinberg
Oberfeuerwehrmann / -frau
Marcel Schleicher
Löschmeister / -in
– Dominik Böhm
– Benjamin Dreßel
Oberlöschmeister / -in
– Sebastian Dreßel
Hauptlöschmeister / -in
– Hans-Peter Hermann
Folgende Ehrungen für die aktive Dienstzeit wurden verliehen:
20 Jahre
– Dominik Böhm
– Andreas Klein
– Daniel Ruder
30 Jahre
– Christian Alber
– Stefan Fickenscher
– Hans-Peter Hermann
– Daniel Kraus
Seitens des Vereins ehrte Vorsitzender Benjamin Haller für ihre Verdienste
Thomas Fickenscher mit dem zivilen Feuerwehrabzeichen in silber und
Hans Sell mit dem zivilen Feuerwehrabzeichen in gold.
In Grußworten würdigten dann Zweiter Bürgermeister Robert Geigenmüller sowie die städtischen Feuerwehrreferenten Marcel Schulz und Pascal Bächer den nimmermüden Einsatz der Wehrleute und die Vermittlung von Werten an die junge Generation. Bächer sagte als künftiger Bürgermeister die weitere Unterstützung der Kommune im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu.
Kreisbrandrat Marco Kolbinger informierte über aktuelle Themen und der für Jugendarbeit zuständige KBM Florian Strobel bedankte sich bei der Helmbrechtser Wehr, die sich bereit erklärt hat, sowohl den erstmals stattfindenden Kreiskinderfeuerwehrtag als auch den Leistungsmarsch der Jugend auf Kreisebene auszurichten.
Für Freunde des Hallenfestes sei noch verraten: Dies findet am 30. Mai statt.



